Das Geheimnis hinter „Mealprep“ |Gesund auf Dienstreise | Tipp #1

Wie kann ich mich auf Dienstreise gesund ernähren? Geht das?

Und damit willkommen zu meiner Blogserie „Gesund auf Dienstreise“. Allgemeine Tipps zur gesunden Ernährung zu geben ist einfach. Das Internet ist geradezu überfüllt mit Informationen. Teils sehr fundiert, teils eher fragwürdig.

Dass ein Apfel gesünder ist als Sahnetorte wissen wir alle. Doch was ist wenn der Apfel gerade nicht verfügbar ist? Wir stattdessen von Kunde zu Kunde hetzen und dort mit einem großen Teller Kekse im Meeting empfangen werden? Wenn wir gestresst sind? Wir keine Küche haben, um etwas frisch zuzubereiten? Wir abends dem Gruppenzwang erliegen und mit den Kollegen in der nächsten Kneipe absteigen?

Was wir brauchen ist nicht noch mehr Wissen über „die richtige Ernährung“, sondern darüber wie wir sie trotz „Lifestlye 4.0“ umsetzen können. In Sachen Dienstreise bin ich inzwischen absolute Expertin. Im letzten Jahr zähle ich ungefähr 80 Zugfahrten in meiner DB App. Meistens bin ich 2-3 Tage am Stück unterwegs. Reichlich Zeit, um kreativ zu werden hinsichtlich der „Nahrungssuche“.

Wieso „Mealprep“ und was ist das überhaupt?

„Mealprep“ ist eine einfache Abkürzung für meal preperation, heißt also übersetzt einfach nur „Essen vorkochen“. Das klingt natürlich nicht so sexy und da dachte sich die Bodybuilding Szene wir übernehmen das mal. Dort ist das „mealprepen“, also Vorkochen inklusive genauem Abwiegen der Zutaten, schon lange eine gängige Strategie, um in der Wettkampfvorbereitung zum perfekten Zeitpunkt ein bestimmtes Gewicht und natürlich eine entsprechende Optik zu erreichen. Ob das gesund ist? Das lasse ich hier mal offen.

Für uns „Normalos“, die einfach gesünder leben und fit bleiben wollen, kann das Vorkochen trotzdem eine gute Strategie sein. Schon zu Schulzeit hatten wir immer ein Pausenbrot dabei. Wieso also nicht etwas mit auf Dienstreise nehmen? Hier sind ein paar schlagende Argumente fürs Vorkochen (auch für alle, die nicht häufig reisen):

+ Du sparst Zeit! Denn nur 1 oder 4 Portionen von derselben Sache zuzubereiten dauert nur minimal länger.

+ Du sparst bares Geld! Lass dich nicht jede Woche von Bäckereien und Imbissen in Bahnhöfen etc. abzocken. Für zusätzliche Motivation: Sammle das Geld, welches du normalerweise ausgegeben hättest in einem Sparschwein und investiere es in etwas Besonderes.

+ Du weißt was drin ist! Ehrlich gesagt, will ich bei manch einer Imbiss Bude auch gar nicht wissen, was genau im Essen drin ist. Tue deinem Körper tatsächlich etwas Gutes, indem du ihn nicht mit Fertigsoßen, Zusatzstoffe und Co „zumüllst“.

Zeit und Geld sparen und dabei noch etwas Gutes für unseren Körper tun. Sind das nicht 3 schlagende Argumente?

Für den Einstieg habe ich ein paar Inspirationen für dich, die sich auch für längere Fahrten ohne Kühlmöglichkeit eignen. Generell sind vegetarische bzw. vegane Gerichte geeignet, wenn es etwas wärmer ist oder eine lange Zeit ohne Kühlung überbrückt werden muss.

 

Gesund_dienstreise_nr1
Mealprep: Was ist das überhaupt und wozu brauche ich das?

 

Top 8 Ideen für dein erstes „Mealprep“

1- Der Klassiker: Das Pausenbrot

Pausenbrote müssen ganz und gar nicht langweilig sein. Wurst und Käse war gestern. Mit viel Gemüse und Proteinen (z.B. Ei oder Hummus) gibt es dir viele Vitamine und hält besonders lange satt.

Die Auswahl an vegetarischen Aufstrichen hält auch für alle Nicht-Vegetarier viele spannende und abwechslungsreiche Sorten bereit. Einer meiner Favoriten ist ein Spinat-Pinienkerne Aufstrich oder Rote Beete-Meerrettich.

Du magst Tofu? Hier gibt es leckere Sorten z.B. mit Basilikum, die sich perfekt als Aufschnitt eigenen.

2 – Overnight Oats

…oder auch Bircher Müsli wie es früher hieß. Diese kannst du am Abend vor der Abreise super schnell und einfach vorbereiten und über Nacht ziehen lassen. Hier empfehle ich wirklich zu pflanzlichen Milchalternativen zu greifen, außer du verzehrst es direkt zu Beginn deiner Fahrt. Eine riesige Auswahl an Rezepte, findest du z.B. hier.  

3 – Porridge

Der einzige Unterschied zu Overnight Oats? Porridge wird kurz aufgekocht. Der Vorteil an Porridge ist, dass du dir die Zutaten auch trocken einpacken kannst und überall wo du einen Wasserkocher hast zubereiten kannst. Wie das funktioniert und welche Zutaten du als Basis benötigst findest du hier. Deiner Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

4 – Hirse(-brei) 

Eine tolle Alternative zu Haferflocken und ideal für alle, die eine Glutenunverträglichkeit haben. Hirse wird außerdem nicht matschig und hat eine schöne körnig-weiche Konsistenz, ähnlich wie Milchreis. Ein tolles Rezept findest du bei IssHappy.

5 – Herzhafte Salate

Für eine lange Sättigung solltest du unbedingt nicht nur auf Blattgrün setzen, sondern komplexe Kohlenhydrate und Proteine nicht außer Acht lassen. Wie das genau funktioniert habe ich bereits in meinen „Salat-Baukasten“ beschrieben.

Das Dressing kann in einem kleinen Glas oder gut abgedichteten Dose transportiert werden, damit der Salat nicht seine Frische verliert.

6 – Vegetarisches Curry

Curry gehört zu den Gerichten, die ich mir am häufigsten für Dienstreisen vorkoche. Die Zutaten können je nach Lust und Laune variieren: Kartoffeln, Linsen, verschiedenes grünes Gemüse, Karotten, Paprika, Tofu, Aubergine, Kichererbsen,… Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Genauso bleibt dir überlassen, ob es ein Curry Eintopf wird, oder du zusätzlich Reis als Beilage vorbereitest. Du liebst Brötchen? Kein Problem – hol dir ein frisches Vollkorn- oder Roggenbrötchen frisch vom Bäcker und reduziere dafür die Portionsgröße des Curries etwas.

7 – Rohkost & Hummus

Ich geb’s zu: Hummus ist meine heimlich Suche (aber psssst!). Es ist Ruck-Zuck fertig und ein perfekter Dip für Rohkost, der sich lange (auch ungekühlt) hält.

Alles was du brauchst sind Kichererbsen, Salz, Pfeffer, etwas Olivenöl, ein Schuss Zitrone und einen Pürierstab. Das klassisch verwendete Tahini ist kein Muss falls du so etwas nicht kaufen magst und den Knoblauch lassen wir für die Dienstreise auch lieber weg…

8 – Stückobst

Nichts einfacher als das, oder? Einpacken und fertig. Stillt den Süßhunger und du tust sogar etwas für die Umwelt. Denn Obst an Bahnhöfen und Co ist meist in viel Plastik verpackt.

Bereit für dein erstes Mealprep?

Fange mit kleinen Schritten an. Je häufiger du etwas tust, desto mehr wird es zur Gewohnheit. Zusätzlichen Stress solltest du unbedingt vermeiden. Also plane nicht gleich für jeden Tag etwas vorzubereiten, sondern bspw. erstmal nur für besonders hektische Tage.

Kochst du bereits regelmäßig vor? Dann würde ich mich riesig über deine Lieblingsrezepte in den Kommentaren freuen. Denn auch ich kann immer wieder neue Inspiration gebrauchen 🙂

 

 

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22 Gedanken zu “Das Geheimnis hinter „Mealprep“ |Gesund auf Dienstreise | Tipp #1

  1. Hey,

    zum Glück muss ich nie auf Dienstreise fahren, aber mein Mann ist regelmäßig mal 4 Tage in der Woche weg und
    von daher sind das wirklich tolle Tipps und Anregungen die ich ihm direkt mal auf die Nase binden werde.

    Lg
    Steffi

    Gefällt 1 Person

  2. Ah, tolle Tipps liebe Silvie. Da klingen ein paar Sachen echt lecker.
    Ich war selbst jahrelang fünf Tage pro Woche auf Dienstreise. Da geht das dann zugegebenermaßen leider nicht wirklich, bzw. nur wirklich schwer. Im Hotel hat man ja meist keinen Kühlschrank oder eine Küchenzeile.
    Bei Dienstreisen, die nur ein oder zwei Tage lang waren, habe ich mich aber auch immer gerne selbst versorgt. Ganz oben dabei Overnight Oats im Weck-Glas. Das ist dann auch schön fest verschlossen.

    Liebe Grüße,
    Marilena von http://marilenamueller.de/

    Gefällt 1 Person

    1. Wow, 5 Tage sind natürlich ordentlich. Bei mir sind es max. 3 Tage. Ich hab zum glück im Büro einen Kühlschrank den ich nutzen kann. Wobei ich inzwischen sogar Hotels hatte mit kleinem (leeren) Kühlschrank. Im Hotel hat man ja auch meistens einen Wasserkocher und kann sich ein einfaches Porridge zubereiten 🙂

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  3. Wenn ich gezielt längere Zeit unterwegs bin, dann nehme ich mir immer Essen von zu Hause mit. Allerdings bin ich da schon eher der Typ belegte Brötchen 🙂 Oder eben Brote, am liebsten mit Gouda. Da bin ich seit Jahren etwas festgefahren glaube ich 🙂 Frisches Obst ist allerdings auch häufig dabei, auf Reisen allerdings lieber Bananen und keine Erdbeeren und Co., die ja auch schnell mal matschig werden.

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