Lampenfieber – Positiver Energieschub oder Verhängnis? 9 Tipps

In etwa 5h ist es soweit. Mein erster Solo Auftritt als Sängerin. Wie viele Menschen werden wohl im Publikum sitzen? Wie groß ist die Bühne und der Raum? Wer wird noch so auftreten? Wie wird es sich das erste mal mit einem Mikro anfühlen bzw. anhören?

Zwar habe ich schon häufiger auf der Bühne gestanden, jedoch immer mit einer Gruppe. So schaut nicht jeder nur auf dich. Man gibt sich gegenseitig Halt. Kleine Patzer werden aufgefangen, indem sich die anderen anpassen. Diesmal habe ich ein Playback, welches gnadenlos die Begleitmusik herunterspulen wird. Während ich die Worte tippe, kribbelt es erst recht in meinen Fingern. Mein Herz klopft und auch die Knie fühlen sich etwas wie Wackelpudding an.

Moment mal, dieses Gefühl erinnert mich an etwas. Das erste mal Vorträge halten in der Schule. Haha,… Bei den Erinnerungen muss im Nachhinein schmunzeln. Ich war damals der Typ Schülerin „bloß nicht melden“ und schon gar nicht Vorträge halten. In der Oberstufe und im Studium musste ich jedoch so oft Vorträge halten, dass es inzwischen zur Routine geworden ist.

Aufregung – gut oder nicht?

Ein bisschen Aufregung ist natürlich immer da und gut so. Sie erhöht meine Aufmerksamkeit & Konzentration, so dass ich mein Bestes geben kann. Ob dies nun ein Vortrag beim Kunden oder ein Auftritt ist, das ist egal.

Blöd nur, wenn das Lampenfieber in Angst und Panik überschlägt. Wenn der Puls förmlich gegen die Stimmbänder schlägt, Stimme weg, trockener Hals, die Beine wackelig und dann auch noch das Gedächtnis auf einmal wie leer geblasen. Vor allem dort wo die Stimme gebraucht wird, ist diese Art von Lampenfieber ziemlich …. Ihr wisst schon 😁

Es gibt Menschen die wurden als Redner geboren und denen macht es überhaupt nichts aus. Wenn du (so wie ich) eher nicht dazu gehörst habe ich hier meine besten Tipps wie du dein Lampenfieber in den Griff bekommen kannst.

9 Tipps gegen Lampenfieber

  1. Üben, üben, üben. Erst allein im stillen Kämmerlein, später vor Familie oder Freunden oder vor einer Kamera.
  2. Ruhig atmen. Steuer gegen die körperliche Reaktionen, in dem du versucht möglichst ruhig und tief in den Bauch zu atmen.
  3. Bewegung. Schüttle die angestaute negative Energie heraus, indem du dich bewegst und etwas dehnst. Nur so viel, dass dein Puls nicht in die Höhe schnellt.
  4. Lagecheck. Schau dir, wenn möglich, die Location an. Bei Vorträgen kannst du dich zusätzlich auf das Publikum und mögliche Fragen vorbereiten.
  5. Fehler sind OK. Habe nicht den Anspruch perfekt zu sein, sondern genieße den Moment. Fehler sind normal. Lass dich davon nicht irritieren, sondern zieh dein Ding durch!
  6. Aufregung ist normal. Ich kenne kaum jemanden, der nicht aufgeregt ist vor einem Auftritt. Also stress dich nicht zusätzlich, weil du aufgeregt bist ohne es zu wollen.
  7. Konzentration auf deine Sinne. Diesen Tipp habe ich von einer sehr guten Freundin bekommen, die Schauspielerin ist. Sie sagte mir vor Auftritten konzentriert sie sich ganz stark auf ihr Inneres und ihr Wahrnehmung des Raumen. Ohren, Augen, Gefühle,…
  8. Keine Vergleiche. Lenk deine Konzentration nur auf dich und vergleiche dich nicht mit anderen. Vergleiche sind beste Nahrung für (negativen) Stress, denn dein Einfluss auf die Leistung anderer…. ist gleich Null.
  9. Wiederholung. Nutze jede Gelegenheit für einen Auftritt/Vortrag. Je häufiger du es tust, desto mehr Vertrauen bekommst du in dein Können!

Geübt habe ich bis zum Umfallen. An dieser Stelle ein Danke an meine Mitbewohnerin und Nachbarn für das Ertragen 😀  Jetzt heißt es ruhig bleiben, später die Lage auschecken, mir keine Gedanken darüber machen ob ich besser oder schlechter bin als die anderen, auf mein Inneres fokussieren und ganz wichtig – den Spaß nicht vergessen!

Wie es gelaufen ist, erfahrt ihr heute Abend oder morgen auf meinem Instagram Profil…

Wie gehst Du mit Aufregung um? Was sind deine Zaubertricks?

 

Ich wünsche euch einen schönen Adventssonntag,

Silvie

 

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37 Gedanken zu “Lampenfieber – Positiver Energieschub oder Verhängnis? 9 Tipps

  1. Jeder Mensch ist mal aufgeregt. Der eine mehr, der andere wenige. Ich gehe dennoch immer drauf los ^^ …
    Hoffe, du hattest Spaß auf der Bühne. Was singst du den so? Leider habe ich deinen Blog heute zum ersten Mal besucht und muss dich erst etwas kennenlernen. Weiterhin natürlich viel Erfolg mit deiner Musik.

    Alles liebe

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  2. Ohje.. ich kann Dich gut verstehen! Ich kann zwar nicht singen, aber ich habe schon viele Vortäge und Reden gehalten .. und ich bin immer sehr ausgeregt! Das Schlimmmste sind die ersten 30 Sekunden. Deswegen bereite ich mich sehr gut vor. Die ersten Sätze lerne ich quasi auswendig. Habe ich die überstanden, läuft es … und dann kann ich es auch geniesen.
    Verspielte Grüßle,
    Simone

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  3. Jetzt bin ich schon total gespannt wie es lief, das muss sicher total aufregen gewesen sein für dich.
    Ich habe auch oft Lampenfieber, vor allem vor Vorträgen. Aber umso öfters ich es gemacht habe, desto selbstbewusster wurde ich. Also Übung macht den Meister stimmt an dieser Stelle definitiv. Aber ich finde ein wenig Aufregung gehört dazu, sonst ist es ja gar nicht mehr spannend . Daher finde ich ein gesundes Maß an Aufregung total wichtig 🙂

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

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  4. Danke für die tollen Tipps. Ich mag es gar nicht im Mittelpunkt zu stehen. Leider hatte ich trotzdem dieses Jahr schon ein Interview beim Fernsehen und habe nur blödsinn erzählt. Vor allem aber zu schnell geredet, weil ich so nervös war.

    Alles Liebe

    Die Plaudertasche

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    1. Aaaah es war so aufregend. Ein bisschen konnte ich Aufregung kontrollieren, aber ab und zu hat sich die Stimme mal leicht überschlagen 😁 Bin aber zufrieden dafür dass das erste mal vor größerem Publikum war 😄 Freut mich sehr dass du nachfragst😊😊

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  5. Sehr gute Tipps!! Ich denke auch, ohne üben geht es nicht. Ich bin ja selber eher ein introvertierter Mensch und bleibe lieber für mich 1:1, aber auch ich musste schon oft vor einer Gruppe sprechen und da heißt es wirklich üben, üben, üben und sich einfach mental auf die Situation vorbereiten.

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  6. Lampenfieber kenn ich noch von den Auftritten mit meiner alten Band. Mit der Zeit hat sich das dann aber einfach in eine besondere Art von Vorfreude entwickelt 😉 Und ja da hast du recht auf jeden Fall viel üben. Ich finde es ein wunderbares Gefühl wenn nach der Aufregung vor dem Auftritt dann einfach alles abläuft wie im Film und man einfach nur den Moment genießen kann. Ich wünsche dir noch viele Auftritte und viel Erfolg. Liebe Grüße Christoph

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  7. Ahh ich erkenne mich da so gut wider! Zu Schul- und Unizeiten brach ich immer komplett in Scheiß aus, wenn ich einen Vortrag halten musste und wusste dann natürlich nichts mehr vom Thema. Ich habe es gehasst 😀 Letztens musste ich bei einer Familienfeier eine kleine Rede halten, innerlich bin ich gestorben aber ich habe es durch Atemübungen davor geschafft, es recht souverän rüberzubringen.
    Deine Tipps sind wirklich Gold wert! Vor allem das üben, üben, üben – je öfter man es tut, desto sicherer ist man sich seiner Sache 🙂 Alle Redner haben mal klein angefangen 😀

    Ganz liebe Grüße
    Alina
    http://www.blackbeachchair.com

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  8. Wie war dein Auftritt? Hat alles gut geklappt?
    Puh, meins ist das ja gar nicht! Ich hasse es vor Leuten zu reden, vor allem vor Fremden Leuten! Ich hatte einen Job bei dem ich in Telefonkonferenzen oft etwas sagen musste, das ging noch weil ich die Leute ja nicht gesehen habe. Aber so vorne stehen…puh…Chapeau!
    VG Martina

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  9. Kann dich sehr gut verstehen und ich mag auch gerne singen, weiß aber nicht ob ich mich heutzutage auch noch auf die Bühne traue, geschweige denn wie ich überhaupt in diese Richtung gehen kann. Auf deine Tipps werde ich aber gerne zurückgreifen, falls es mal so sein sollte.

    Liebste Grüße,
    Sandra.

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